Histaminintoleranz erkennen und ganzheitlich behandeln

Histaminintoleranz gesundheit-ganzheitlich.com
Histaminintoleranz erkennen und damit umgehen

Lesen Sie hier alles über das Krankheitsbild der Histaminintoleranz.

 

Vielleicht erkennen Sie sich darin wieder und finden endlich die Ursache für vielfältigste bislang unerklärliche Beschwerden?

 

Gefahr erkannt- Gefahr gebannt - heißt ein bekanntes Sprichwort. Das gilt auch für die Histaminintoleranz.

 

Wenn Sie erst einmal verstanden haben, was da in Ihrem Körper passiert und worauf Sie achten müssen, haben Sie es in der Hand, Ihre Beschwerden zu reduzieren und fühlen sich nicht mehr hilflos ausgeliefert.

 

Denn leider stellen manche Ärzte bei entsprechenden Symptomen nicht immer den Zusammenhang zu einer möglichen Histaminintoleranz her, so dass Betroffene möglicherweise sogar als Hypochonder abgestempelt werden. Doch Sie haben es in der Hand, mit den richtigen Informationen selbstverantwortlich Ihre Gesundheit zu verbessern.

 

Lesen Sie hier wichtige Informationen zum Krankheitsbild der Histaminintoleranz: Was man darunter versteht, welche Symptome bei Histaminintoleranz auftreten und was Sie tun können, um Beschwerden zu vermeiden.

Was ist Histamin?

Histamin ist eine biologische Substanz, die in der Natur in Pflanzen, Tieren und im menschlichen Körpergewebe vorkommt. Es wird aus der Aminosäure Histidin gebildet und zählt zu den biogenen Aminen.

 

Histamin fungiert im menschlichen Körper als Gewebshormon. Es ist vor allen in den so genannten Mastzellen, aber auch in Schleimhautzellen, in Nervenzellen und sogar im Gehirn, vor allem im Hypothalamus gespeichert.

 

Histamin erfüllt im Körper vielfältige Aufgaben. Vor allem dient es der "Abwehr von Feindsubstanzen": Das heißt beim Erkennen von Allergenen, Bakterien  oder sonstigen "Schädlingen" wird vermehrt Histamin aus den Zellen ausgeschüttet. Dieses Histamin setzt dann Abwehr- und Entzündungsreaktionen in Gang, die dazu dienen sollen, die Schädlinge zu bekämpfen.

 

Abgebaut wird das Histamin anschließend mit Hilfe des Enzyms Diaminoxydase (DAO), und damit können auch die entzündlichen Reaktionen wieder abklingen.  In einem gut funktionierenden biochemischen Zusammenspiel wirken diese Reaktionen optimal zusammen.

 

Manchmal ist dieses Zusammenspiel aber gestört, dann entsteht das Krankheitsbild der Histaminintoleranz.

Was bedeutet Histaminintoleranz?

Buchtipp

Dieses Buch beschreibt die Histaminintoleranz sehr umfassend

Zu einer Histaminintoleranz oder Histaminose  kommt es immer dann, wenn zu viel Histamin auf die Körperfunktionen einwirkt.

 

Zu einem Überschuss an Histamin kann es kommen,

  • wenn dem Körper zu viel Histamin über die Nahrung zugeführt wird,
  • wenn die Mastzellen zu viel Histamin ausschütten
  • wenn das Histamin abbauende Enzym DAO zu wenig aktiv ist

In all diesen Fällen kommt es zu überschießenden Histamin bedingten Reaktionen: Entzündungen, Reizungen der Schleimhäute im Atemtrakt oder im Magen/Darm-Bereich, Reizungen der Nerven und des Gehirns, was zu Missempfindungen und heftigen Kopfschmerzen führen kann.

 

Die Symptome sind so breit gefächert, dass oft nur schwer der Zusammenhang zur Histaminintoleranz als einzige Ursache gefunden werden kann.


Histaminintoleranz Symptome

  • Das akuteste Symptom einer Histaminüberlastung ist der so genannte Histaminflush, darunter versteht man eine plötzlich auftretende Rötung im Gesicht- und Halsbereich, verbunden mit einem Hitzegefühl. 
  • Auch die Urtikaria, also eine Quaddelbildung auf der Haut, ähnlich wie durch Brennesseln verursacht, ist ein Zeichen dafür, dass (zu)viel Histamin vermutlich aufgrund einer allergischen Reaktion ausgeschüttet wurde.
  • Kopfschmerzen sind schon eher "chronische" Histamin-Symptome, vor allem die Migräne oder der so genannte Cluster Kopfschmerz.
  • Schnupfenähnliche Symptome wie laufende Nase oder Schleimhautschwellungen in der Nase, im Rachen oder in den Nebenhöhlen, verbunden mit Kieferschmerzen und evtl. sogar Zahnschmerzen sind ebenfalls oft durch Histamin (mit)verursacht.
  • Magen- und Darmsymptome wie Schleimhautreizungen, Brennen usw., aber auch Verdauungsprobleme und Übelkeit können durch Histamin verursacht sein.
  •  Nervenmissempfindungen und Nervenschmerzen können ein Zeichen für zu viel Histamin im Körper sein.  
  • Ein Gefühl, vergiftet zu sein, kommt ebenfalls oft bei starker Histaminüberlastung vor.
  • Kreislaufsymptome und Blutdruckabfall können Histamin bedingt sein.
  • Ohrensausen, übersteigerte Wahrnehmung für Sinnesreize, Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit sind ebenfalls ein mögliches Histamin Symptom.
  • Selbst psychiatrische Krankheiten, wie zum Beispiel die paranoide Schizophrenie wurden von manchen Ärzten mit einer chronischen Histaminüberlastung in Zusammenhang gebracht. 

Histaminintoleranz Nachweis

Generell haben Ärzte (Allergologen) verschiedene Nachweisparameter für Histamin.

 

Wenn Sie selbst einen Test veranlassen wollen, können Sie dies mit den nebenstehenden Testsets tun.


Im Histamin Stuhltest (links) senden Sie eine Stuhlprobe an ein Labor, das dann frststelle, ob bei Ihnen zu viel Histamin im Stuhl vorhanden ist. Das spricht für eine Histaminintoleranz und Sie erhalten dann gezielte Ernährungsempfehlungen.

 

Ein anderers Testverfahren misst die Aktivität der DAO und stellt fest, ob das Histamin bei Ihnen schnell genug abgebaut werden kann. Eine zu geringe DAO-Aktivität spricht ebenfalls für eine Histaminintoleranz. Auch diesen Test (Testset rechts) können Sie selbst durchführen. an ein Labor senden und dann ein ausführliches Analyseergebnis erhalten.

Histaminarme Ernährung - worauf achten?

Wenn Sie anhand der Tests oder einfach nur Ihrer Symptome eine Histaminintoleranz vermuten, ist es wichtig, dass Sie auf eine histaminarme Ernährung achten.

 

Es gibt viele Tabellen im Internet oder in Büchern, die den Histamingehalt der Nahrung aufzeigen.

 

Histaminreich sind besonders Fisch, Rotwein, gereifte Käse- und Wurstsorten (z.B. Salami).


Vorsicht Histaminliberatoren

Doch meist ist weniger der Histamingehalt in der Nahrung das Problem, sondern die Faktoren, die das im Körper vorhandenen Histamin aus den Zellen freisetzen. Solche so genannten Histaminliberatoren sind ebenfalls Nahrungsmittel, insbesondere Tomaten, Nüsse, Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte, bestimmte Nahrungszusätze, vor allem Salicylate und Nahrungszusätze, die Pseudoallergien hervorrufen können.

 

Auch Alkohol gilt als Histaminliberator. Ferner können auch Duftstoffe und Wohnschadstoffe, vor allem Lösungsmittel, heftige Histaminsymptome auslösen. Vor allem der unangenehme Cluster Kopfschmerz kann eindeutig durch Lösungsmittelgerüche in Lacken und Farben hervorgerufen werden, wie ich gerade selbst feststellen durfte.

Histaminsymptome durch Medikamente?

Auch viele Medikamente bzw. Medikamentenzusatzstoffe (insbedondere "Povidon") sind unverträglich, weil sie entweder vermehrt Histamin freisetzen oder das histaminabbauende Enzym DAO (Diaminoxidase) hemmen. Ausführliche Info dazu hier.  Wichtig: Röntgenkontrastmittel setzen ebenfalls Histamin frei!

Histaminintoleranz durch DAO-Hemmer

Das Ausmaß der Histaminintoleranz hängt natürlich von der Aktivität des Histamin abbauenden Enzyms DAO ab. Denn im Grund ist nicht das Histamin "böse", im gegenteil, es hat ja auch wichtige Funktionen im Körper zu erfüllen. 

 

Problematisch wird es erst dann, wenn sich das Histamin anreichert, weil es nicht abgebaut werden kann. Verschiedene Medikamente, Nahrungsmittel und auch Alkohol hemmen die DAO und sorgen so für einen zu langsamen Histaminabbau.  

DAO als Medikament einnehmen?

Hilfreich kann es deshalb auch sein, DAO einzunehmen, vor allem zu einem histaminreichen Essen.

 

Diese DAO Kapseln sind frei verkäuflich erhältlich und viele Betroffene berichten, dass sie dadurch deutlich weniger Beschwerden haben.

 

Ich selbst als ebenfalls Betroffene habe die DAO Kapseln noch nicht ausprobiert, da ich gerne den Ursachen ganz auf den Grund gehe. 

 

 


Histaminintoleranz durch Kupfermangel?

bei meinen Recherchen zum Kupfermangel habe ich auch erfahren, dass Kupfer nötig ist für die Aktivität der Oxidasen im Körper, unter anderem auch der Monoamiooxidase (MAO) und eben der Diaminoxidase DAO. Bei einem Kupfermangel können somit auch diese Enzyme in ihrer Aktivität eingeschränkt sein.

 

Lässt sich mit der Einnahme von Kupferkapseln also die DAO aktivieren und damit die Histaminintoleranz verbessern?

 

Ich habe es ausprobiert und tatsächlich eine Besserung meiner Histaminintoleranz Symptome festgestellt. Seitdem ist meine tägliche Kupferkapsel für mich selbstverständlich geworden.


Ich rate deshalb bei einer Histaminintoleranz, den Arzt auch auf einen möglichen Kupfermangel anzusprechen und abklären zu lassen. Denn das Beheben eines Mangels ist natürlich die ursächlichste Behandlung.

Ganzheitliche Gesundheitsberatung

Johanna Kallert

Mozartstraße 5

96148 Baunach (bei Bamberg)

Tel.     (0 95 44) 9 84 88 89

Mobil   (0152) 54 97 15 52

Mail     jkallert@web.de

Meine Bücher für Ihre Gesundheit