Tyraminintoleranz: Vorsicht Bluthochdruck

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Tyraminintoleranz: Bluthochdruck und weitere Symptome

Über Tyraminintoleranz sind bislang nur wenige Informationen verfügbar. Dabei ist sie nicht nur unangenehm sondern höchst gefährlich:

 

Kann das Tyramin aus der Nahrung nicht abgebaut werden und gelangt im Übermaß ins Blut, kann das zu gefährlichem Bluthochdruck führen - bis hin zur Schlaganfallgefahr.

 

Lesen Sie nachfolgend, was es mit der Tyraminintoleranz auf sich hat.

Was ist Tyramin?

Tyramin gehört zu den so genannten biogenen Aminen und wirkt auf den Stoffwechsel der Neurotransmitter (Nervenbotenstoffe) im Körper ein.  Es ist ein Eiweißstoffwechselprodukt und entsteht aus der Aminosäure Tyrosin. In der Nahrung kommt Tyramin vor allem in gereiftem Käse vor, denn Käse enthält viel Tyrosin, das bei der Reifung dann zu Tyramin umgewandelt wird. Auch in nicht mehr frischen Fleisch- und Wurstwaren kommt es vor, ferner in Hefeextrakt und Sojaprodukten.

 

Im Körper wirkt Tyramin auf das vegetative Nervensystem ein und aktiviert den Sympathikusnerv. Das ist der Teil des Nervensystems, der die Körperfunktionen "hochfährt", um uns auf Kampf oder Flucht vorzubereiten.

 

Tyramin hat also im Grund den gleichen Effekt wie psychologischer Stress, er aktiviert viele biologische Funktionen und erzeugt ein Stressgefühl, ähnlich wie psychologischer Stress.

Wie kommt es zur Tyraminintoleranz?

Normalerweise wird überschüssiges Tyramin vom Körper rasch abgebaut. Dafür ist das Enzym Monoaminooxidase, kurz MAO, zuständig.

 

Es gibt jedoch Umstände, die die Monoaminooxidase hemmen oder in ihrer Aktivität einschränken. Dann kann Tyramin nicht abgebaut werden, reichert sich im Körper an und verursacht unterschiedliche Symptome. Das gefährlichste davon sind Bluthochdruckkrisen.

 

Eine eingeschränkte Aktivität der Monoaminooxidase führt somit zur Tyraminintoleranz.

 

Die eingeschränkte Aktivität der Monoaminooxidase kann hervorgerufen werden durch

  • bestimmte Medikamente (MAO-Hemmer zur Therapie von Depressionen) 
  • genetisch bedingte Disposition
  • sonstige körpereigene Ursachen

Da die Monoaminioxidase Kupfer braucht, um gut zu funktionieren, kann auch ein Kupfermangel (Mit)Ursache der Tyraminintoleranz sein. Mehr zum Kupfermangel ist hier zu lesen.

Tyraminintoleranz Symptome

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Blutdruck messen kann eine Tyraminintoleranz aufdecken helfen

Symptome einer Tyraminointoleranz können sein:

  • Hoher Blutdruck (Erhöhung des systolischen Wertes um über 30 Einheiten)
  • Vemehrtes Schwitzen,
  • Herzrasen,
  • Übelkeit,
  • starke Kopfschmerzen,
  • Schwindel,
  • Sehstörungen,
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit,
  • Überempfindlichkeit gegenüber allen Sinneseindrücken

 

 


Tyraminintoleranz: Welche Nahrungsmittel meiden?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie überempfindlich auf Tyramin reagieren, besonders aber bei Bluthochdruck, sollten Sie tyraminreiche Nahrungsmittel meiden oder zumindest stark reduzieren.

 

Tyramin ist enthalten in

 

  • gereiften, gealterten Käsesorten besonders gut gereifter Camenbert, Appenzeller, Cheddar Bergkäse, Gorgonzola, etc., je stärker der Reifungsgrad, je aromatischer der Käse "nach Käse schmeckt", desto mehr Tyramin ist enthalten.
  • geräucherte Wurstwaren, Dauerwurst,  z.B. Salami, Schinken, Leberwurst, Mettwurst
  • Bananen, Himbeeren, Avocado, Bohnen, Tomaten, Sauerkraut
  • Fischkonserven, Räucherfisch
  • Sojazubereitungen und Sojasaucen, Tofu
  • dunkles Bier, Rotwein, Sekt
  • Hefeextrakt, Nüsse

 

Sie können viel für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden tun, wenn Sie Tyramin so gut wie möglich aus Ihrer Ernährung eliminieren. Wenn es Ihnen mit einer probeweisen tyraminfreien Diät besser geht, haben Sie wohl den Auslöser Ihrer Beschwerden entlarvt. Dann können Sie eigenverantwortlich beschließen, Ihre Diät weiter einzuhalten und damit gesünder und vitaler zu sein. 

Hier ist eine Liste mit dem Tyramingehalt in Lebensmitteln.

Tyraminintoleranz oft zusammen mit Histaminintoleranz

Die Tyraminintoleranz tritt oft zusammen mit einer Histaminintoleranz auf. Hier kommt es zu einer Abbaustörung des Amins Histamin. Die Symptome sind teilweise ähnlich, überschüssiges Histamin im Körper führt jedoch eher zu Blutdruckabfall.

 

Mehr über Histaminintoleranz ist hier zu lesen.

 

 

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